Gemeinsam sind wir stärker 

Im deutsch-dänischen NEPTUN Projekt, das sich grenzüberschreitend mit Innovationen im Bereich der Wasser-und Klimaanpassungslösungen beschäftigt, haben wir jetzt alle Anträge für die kommenden Innovationsprojekte bearbeitet und fünf Konsortien ausgewählt, die jetzt ihre Arbeit aufnehmen sollen. Die fünf Konsortien beinhalten alle grenzüberschreitende Wasser- und Klimaanpassungsherausforderungen oder Technologieentwicklungsprojekte, die die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft einbeziehen. An den fünf Innovationsprojekten nehmen neun private Unternehmen teil sowie vier Universitäten und vier Versorgungsgesellschaften. 

Es wird erwartet, dass die Innovationsprojekte unter NEPTUN zu einigen neuen oder wesentlich verbesserten grünen Lösungen oder Prototypen im Bereich der Wassertechnologie und Klimaanpassung führen werden.

Bei der Auswahl der Innovationsprojekte wurde darauf geachtet, dass die Projekte Probleme abbilden, bei denen auf beiden Seiten der Grenze der Wunsch besteht, diese zu lösen. Außerdem war es wichtig, dass die Projektkonsortien die deutsch-dänische Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Universitäten und Versorgungsgesellschaften widerspiegeln. 

Die Innovationsprojekte sollen entweder die Probleme lösen, vor denen die Kommunen und Versorgungsgesellschaften stehen oder durch Technologien angetrieben sein, ausgehend von dem Wunsch der Unternehmen neue grüne Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig sollen die Lösungen dazu beitragen, den Energie-und Ressourcenverbrauch zu minimieren und die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Projekte sollen dazu beitragen Wachstum und Beschäftigung im Programmgebiet, also Region Syddanmark, Region Sjælland und Schleswig-Holstein zu fördern und zwar durch eine bessere Ausnutzung des Kommerzialisierungspotenzials der Region, u.a. durch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. 

Zu den Innovationsprojekten

Zwei der Innovationsprojekte setzen den Schwerpunkt auf Lösungen im Bereich der Abwasserwirtschaft in einem Umland in dem Abwasser und Regenwasser getrennt in die Kanalisation fließen beziehungsweise gemeinsam in die Kanalisation eingeleitet werden. Den Projekten ist gemeinsam, dass eine neue Technologie entwickelt werden soll, die die Einleitung von verdünntem Abwasser direkt an den Empfänger verringert. 

  • Identifizierung fehlerhafter Kanalanschlüsse: Neue Technologie, um fehlerhafte Kanalanschlüsse zu identifizieren und den Ressourcenverbrauch bei der Instandsetzung oder Mängelbeseitigung zu verringern.
  • Überlauf: Registrierung und Kommunikation von Überlaufvorfällen: Entwicklung von kombinierten technischen Lösungen und Kommunikationswerkzeugen.

Die beiden oben genannten Abwasserprojekte entwickeln Lösungen für die Herausforderungen vor denen die Kommunen stehen und zwar in Bezug auf Gebiete in denen Abwasser und Regenwasser getrennt in die Kanalisation eingeleitet werden, und sie lösen die Probleme bezüglich der Überläufe in Abwassersystemen, in denen Abwasser und Regenwasser gemeinsam in die Kanalisation eingeleitet werden. Charakteristisch für diese Projekte ist, dass sie auf weit verbreitete und umweltbelastete Probleme fokussieren, die nicht unbedingt hoch entwickelte Technologien erfordern, sondern bei denen vielmehr neue Lösungsmodelle erforderlich sind. 

Zwei andere Innovationsprojekte beschäftigen sich mit der Entwicklung digitaler Warnsysteme bei extremen Regenwassermengen.

  • Frühwarnsysteme zur Starkregenvorsorge: Entwicklung eines hydraulischen Modells, das die Strömung an der Oberfläche und in Rohren kombiniert
  • Modellbasierte Untersuchung fallender Grundwasserspiegel: Modellbasierte Untersuchung fallender Grundwasserspiegel: Methoden zur Sicherung von ausreichend hoher Grundwasserneubildung 

De to klimatilpasningsprojekter retter sig mod at udvikle integrerede model-baseret løsninger, der kan imødekomme overbelastning af kloaksystemerne ved store regnvandsmasser gennem et ’early warning system’ og løsning af faldende grundvandsstand som følge af kraftigere nedbørsevents, med øget overfladeafstrømning og dermed reduceret nedsivning til følge. Projektet skal bl.a. analysere, hvorfor dette  fænomen forekommer i Slesvig – Holstein, men ikke forekommer i Region Syddanmark.

Das vorerst letzte Innovationsprojekt beinhaltet eine zirkuläre Ressourcenanwendung von Phosphor aus dem Abwasserschlamm zur Bodenverbesserung in der Landwirtschaft.

  • Kohlenstoff und Phosphor Wiederverwertung

Dieses Innovationsprojekt ist technologisch ausgerichtet. Der Fokus des Projekts liegt darauf eine bekannte Pyrolysetechnologie so weiter zu entwickeln, dass Phosphor aus Abwasserschlamm gewonnen werden kann und gleichzeitig der bodenverbessernde Kohlenstoff gewonnen wird. Das Produkt, das über großes Wachstumspotenzial verfügt indem es die Anwendung von Abwasserschlamm als Düngung zur Bodenverbesserung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ersetzt, trägt gleichzeitig dazu bei, die Zufuhr von Schwermetallen zu reduzieren und wirkt dem globalen Mangel an Phosphorressourcen entgegen.

Zum Herbst wird es eine weitere Antragsrunde für Innovationsprojekte bei NEPTUN geben, Deadline ist der 15. November 2021. Mehr dazu erfahren Sie unter https://neptun-vand.dk/de/about/

  • Identifizierung fehlerhafter Kanalanschlüsse: Blue Kolding, Wasys A/S, Aguasense und SDU
  • Überlauf: Middelfart Wastewater Utility, Wasys A/S, Kalb ApS , CAU und SDU

  • Frühwarnsysteme zur Starkregenvorsorge: Hydro and Meteo Gmbh, TBZ, LNH Water, Kjartan Ravn Consult ApS und CAU
  • Modellbasierte Untersuchung fallender Grundwasserspiegel: HGSim, Norderstedt Waterworks, Mattle und CAU
  • Kohlenstoff- und Phosphor Wiederverwertung:Aquagreen, AAU, SDU, Wastewater treatment plant Flensburg, Wastewater treatment plant Niebüll und Leibniz Universität Hannover
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