Erkennung fehlerhafter Verbindungen in der städtischen Kanalisation
Herausforderung:
Fehlerhafte Verbindungen, bei denen Abwasser in den Regenwasserkanal und Regenwasser in den Abwasserkanal gelangt, sind ein häufiges Problem. Versorgungsunternehmen berichten, dass 10-20 % des Fremdwassers im Abwassersystem auf einen falschen Anschluss zurückzuführen sind. In diesem Zusammenhang müssen Lösungen entwickelt werden, die fehlerhafte Verbindungen schnell, einfach und kostengünstig identifizieren können.
Derzeit werden fehlerhafte Anschlüsse am häufigsten bei TV-Kontrollen der Kanalisation oder durch das Einspülen von Spurenelementen (Tracer) oder nummerierten Tischtennisbällen in die Toiletten gefunden. Letztere werden dann anschließend in Regenwasserbecken gefunden. Doch diese Verfahren sind kostspielig und erfordern viel Personal vor Ort, um den Weg der Bälle oder der Spurenstoffe zu verfolgen.
Abgesehen davon, dass fehlerhafte Anschlüsse für die Versorgungsunternehmen kostspielig sind, ist das Abwasser im Regenwassersystem die größte Herausforderung, da ungereinigtes Abwasser direkt in Obeerflächengewässer gelangen kann. Es ist sowohl ökologisch nicht nachhaltig als auch sehr unhygienisch.
Lösung:
Ergebnisse:
WASYS hat einen Prototypen eines Messgeräts entwickelt, das batteriegetrieben Regen- und Abwasserflüsse über einfache Elektroden direkt im Abwassersystem misst und die Daten digital überträgt. Das bedeutet, dass sie tief unten am Hausanschluss fehlerhafte Anschlüsse erkennen können, indem sie den Wasserfluss in der Leitung mit Regenereignissen und dem Tagesrhythmus vergleichen. Die Daten werden gesammelt und analysiert und dann an das Versorgungsunternehmen gesendet.
Aquasense hat einen Durchflussmesser getestet, mit dem das Versorgungsunternehmen Geschwindigkeitsänderungen im Wasser messen kann. Über die Änderung der Durchflussrate kann man beispielsweise Abwasser aus Toiletten oder Duschen in Regenwasserleitungen finden. In Kombination mit einem Regenmesser lässt sich auf diese Weise auch Regenwasser in Abwasserleitungen aufspüren.
Beide Prototypen wurden in der Praxis getestet und funktionieren wie vorgesehen.
Ziel ist, dass die Prototypen anschließend an Versorgungsunternehmen in Dänemark und im Ausland verkauft und vermarktet werden können.
Dauer:
Die Zusammenarbeit lief vom 1.5.2021 bis 31.3.2022
Partner der Zusammenarbeit:
Möchten Sie mehr über die Zusammenarbeit erfahren?
Kontaktieren Sie Professor Per Freytag unter
Laden Sie hier ein Informationsblatt zur Zusammenarbeit herunter
Hier können Sie sich ein Video über die Ergebnisse der Innovationskooperation ansehen
NEPTUN wird finanziert von Interreg Deutschland-Dänemark mit Mitteln aus dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung. Lesen Sie mehr über Interreg Deutschland-Dänemark auf www.interreg5a.eu