Kohlenstoff- und Phosphorrecycling aus Klärschlämmen

Herausforderung:

Phosphor und Wasser sind für die Nahrungsmittelproduktion unerlässlich. Es wird jedoch geschätzt, dass die Phosphorreserven innerhalb von 50 bis 100 Jahren erschöpft sein werden. Gleichzeitig ist Phosphor eine Substanz, die in der EU nicht produziert wird, was die Versorgungssicherheit in Zukunft unsicherer macht.

Das dänische Unternehmen AquaGreen hat eine Methode entwickelt, um Phosphor im Klärschlamm von Kläranlagen besser für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Durch Trocknung und Verbrennung von Klärschlamm in einem Pyrolyseprozess (600 Grad) entstehen sowohl überschüssige Wärme als auch phosphor- und kohlenstoffhaltige Biokohle.

Durch den Pyrolyseprozess werden gleichzeitig Mikroorganismen und die kritischsten Schwermetalle entfernt. Biokohle ist daher ein attraktiveres, saubereres und nachhaltigeres Produkt für die Düngung und Bodenverbesserung von landwirtschaftlichen Flächen als herkömmlicher Klärschlamm.

Die Methode ist wirksam und nachhaltig, aber die deutschen Behörden haben die Verwendung von Biokohle aus Kläranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen nicht genehmigt. Stattdessen wird es verbrannt oder deponiert, obwohl es sinnvoller wäre, seinen hohen Phosphorwert zu nutzen, wie es Länder wie Schweden und die Schweiz tun.

Lösung:

Aquagreen untersucht mit Hilfe der Universität Aalborg und der Leibniz Universität Hannover die Pflanzenverfügbarkeit von Phosphor und die chemische Charakterisierung von Biokohle aus verschiedenen Kläranlagen.

Ziel ist es, eine bessere Datengrundlage für die Schaffung eines Marktes für die Kreislaufoptimierung von Phosphor und Kohlenstoff aus Biokohle zu liefern. In diesem Zusammenhang werden auch die Bedenken der deutschen Behörden in Bezug auf das Recycling untersucht.

Dauer:

Die Zusammenarbeit lief vom 1.4.2021 bis 31.1.2023

Partner in der Zusammenarbeit:

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