NEPTUN erleichtert LNH Water den Eintritt in den deutschen Markt

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NEPTUN erleichtert LNH Water den Eintritt in den deutschen Markt

Eine interregionale Zusammenarbeit über die dänisch-deutsche Grenze hinweg hat mit Hilfe von EU-Mitteln dem vierköpfigen Team hinter dem Unternehmen LNH Water ersten Wind in die Exportsegel geblasen.

Im Bestreben, Lösungen für die Abschwächung von Starkregenfällen zu entwickeln, entschlossen sich 2020 mehrere Akteure beiderseits der dänisch-deutschen Grenze zur Zusammenarbeit. Diese sollte außerdem kleine und mittlere Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze unterstützen.

Eines der teilnehmenden Unternehmen ist das Beratungsunternehmen LNH Water aus Tikøb, Dänemark. LNH Water ist auf Klimaanpassungslösungen für Entwässerungssysteme spezialisiert.

Dem Unternehmen ist es gelungen, eine deutsche Kommune als Kunde für seine Dienstleistungen zu gewinnen. Mitinhaberin Nanna Høegh Ravn erwartet, dass sich die Zusammenarbeit für das kleine Unternehmen mit vier Mitarbeiterinnen auszahlen wird.

"Wir haben viel mehr herausgeholt, als wir erwartet haben. Ursprünglich dachten wir nur, dass wir etwas über den deutschen Markt lernen könnten, da wir einige Methoden haben, die auf andere Märkte als Dänemark übertragbar sein könnten", freut sich Høegh Ravn.

LNH Water wurde vom dänischen Umweltcluster CLEAN kontaktiert, als ein Hydraulikspezialist fehlte, der zusammen mit einem anderen Berater aus der Region Süddänemark an einer Innovationskooperation teilnehmen sollte.

Im Rahmen des Innovationsprojekts mit der Bezeichnung Software für Frühwarnsysteme für städtische Überschwemmungenwurde LNH Water mit der Entwicklung eines Prototyps eines hydrodynamischen Modells beauftragt. Dieses sollte auf der Grundlage von Radardaten den Weg des erwarteten Regenwassers aus dem Einzugsgebiet in die Flensburger Innenstadt und die Auswirkungen des Wassers auf die Kanalisation der Stadt simulieren können.

Im Rahmen des Projekts ist nun eben dies gelungen: ein Modell zu erstellen, mit dem laut Nanna Høegh Ravn der Wasserfluss in Flensburg detailliert simuliert werden kann.

"Wir hoffen, dass wir mit Hilfe des Modells Überschwemmungen in Zukunft besser abmildern können", wünscht sich Høegh Ravn.

Mehr Kunden erwartet

Nanna Høegh Ravn kann noch nicht beziffern, wie viel LNH Water insgesamt durch die Beteiligung an dem Projekt verdienen wird - sie schätzt aber, dass der Verkauf die investierten Arbeitsstunden decken wird.

"Alles, was von hier hereinkommt, trägt dazu bei, dass wir einen gewissen Gewinn erzielen", meint sie und weist darauf hin, dass LNH Water im Rahmen des Projekts mehr Kunden über das Netz erwartet.

Sie hofft unter anderem, dass die Expertise zu Entwässerungsmodellen dem Unternehmen die Chance gibt, weitere Versorgungsunternehmen und Gemeinden beim Aufbau hydrodynamischer Modelle Modells zu unterstützen und zu beraten.

Darüber hinaus hat LNH Water die Möglichkeit, die eigene Softwarelösung in Deutschland zu verkaufen. Dies sei für dänische Spezialisten für Wasserlösungen im Allgemeinen ein lukrativer Markt, erläutert sie.

"Deutschland liegt in Sachen Klimaanpassung und Hochwasserkartierung etwas hinter Dänemark zurück und kann von unserer Erfahrung bei der Umwandlung von Daten in nützliche Informationen für Versorgungsunternehmen profitieren", so Høegh Ravn.

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Lesen Sie hier mehr über die Innovationskooperation "Software für Frühwarnsysteme vor städtischen Überschwemmungen"

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